MAPPINGS
Marius Watz, NOR
Ausstellung: 22.11.2008 - 17. 01.2009
Ausstellungseröffnung: 21.11., 19 - 21 Uhr / ARTIST TALK mit Marius Watz, 19:30 Uhr
Projektionen, Objekte, Soundinstallation, Prints
Marius Watz hat Software entwickelt, die Quelldaten interpretiert, Börsendaten
und
Klangmuster elektronischer Musik verändert, um epische, abstrakte
Formen hervorzurufen. Er bedient sich einfacher geometrischer Formen
und auf Regeln basierender Kompositionen, um die Entwicklung komplexer
Ideen sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist vom 20.12.2008 - 03.01.2009 nur nach Vereinbarung zu besichtigen.
KLANGFARBEN
Ausstellung: 27.09. - 15.11.2008
Ausstellungseröffnung: 26.09., 19 - 21 Uhr
Manfred Mohr, D
Preisträger des d.velop digital art award [ddaa] 2006
Installation: Software, PC und LCD-screen, Prints
Diese
neue Arbeitsphase, mit den Titel Klangfarben (2006-07), baut auf dem
11-d Hyperwürfel auf. Die Arbeit selbst besteht aus zwei quadratischen
Bildschirmen, einem Computer und meiner eigenen Software. Die Struktur
des 11-d Hyperwürfels beinhaltet ein unvorstellbar großes, graphisches
Repertoire von 40 Billionen möglichen "Diagonal-Wegen". (Eine Diagonale
ist die Verbindung zwischen zwei sich gegenüber liegenden Punkten in
die der Struktur des Hyperwürfels. "Diagonal-Wege" sind alle die
kombinatorisch möglichen Verbindungswege zwischen zwei solchen sich
gegenüber liegenden Punkten im Netzwerk des 11-d Hyperwürfels die je
einmal durch jede Dimension führen).
Für
jede Arbeit werden aus diesem Repertoire vier Gruppen von je 11
Diagonal-Wegen mit drei verschiedenen Linien-Strichstärken, als
Basiselemente ausgewählt. Bei jedem Einschalten der Bildschirm-Arbeit
wird eine der vier Gruppen durch den Zufall ausgewählt. Auf dem rechten
Bildschirm erscheint ein langsam rotierendes Graphik-Konstrukt, das
zwischen 2 und 10 Diagonal-Wege enthält und alle 10 Sekunden in
zufälliger Auswahl sämtliche Farben wechselt. Während des Farbwechsels
blenden sich einzelne Diagonal-Wege zyklisch aber in zufälliger Reihe
entweder ein oder aus, wobei immer der hinterste Diagonal-Weg nach
vorne gebracht wird.
Das
letzte Bild vor jedem Farbwechsel, wird vom rechten Bildschirm zum
linken Bildschirm gesendet und bleibt dort sichtbar, bis dann 10
Sekunden später das nächste Bild erscheint. Der rechte Bildschirm zeigt
das sich bewegende Bild, sozusagen die Entstehung eines Zeichens und
der linke Bildschirm zeigt ein stabiles, also mehr ein kontemplatives
Bild. Beide Bildschirme sollten nicht simultan sonder unabhängig von
einander betrachtet werden. Die Bildschirme sind daher im Winkel von 90
Grad zueinander angeordnet, sodass der Beobachter aufgefordert wird
sich für das eine oder das andere Ereignis zu entscheiden.
Die Logik dieser Arbeit hat Ähnlichkeit mit den Regeln aus der "Seriellen Musik", in der jedes Element in einer Reihe von Elementen mindestens einmal vorkommen muss, bevor die Reihe wiederholt werden kann. Die Referenz zu Klangfarben verweist auf eine Kompositionsregel in der eine einzige musikalische Note auf immer wechselnden Instrumenten gespielt wird. Aus den spezifischen Unterschieden von Ober- und Untertönen, die den Charakter eines jeden Musikinstrumentes ausmachen, entstehen subtile Klangmodulationen oder eben solche Klangfarbenmelodien. Die Zufallsmodulation der Farben auf jedem Diagonal-Weg gibt meiner Arbeit genau diese subtile Qualität.
Manfred Mohr, New York, 2007
DIE ENTFERNUNG VON DEN DINGEN
Ausstellung: 19.07. - 20.09.2008
Ausstellungseröffnung: 18.07., 19 -21 Uhr
Gerhard Mantz, D

"So wie die Seestücke vom letzten Blick des Ertrinkenden auf die Schönheit der Welt berichten, vom Schwimmer, der sich in einem trügerischen Medium befindet, das ebenso seine Lust als auch sein Tod sein kann, so berichten die Wolkenbilder von einer ephemeren, jenseits des Meeres liegenden, zwar schönen, doch gänzlich unwirklichen Welt. Eine Welt die, wenn nicht jenseits des Todes, so doch jenseits der greifbaren Welt liegt, jenseits der Dinge."
(Gerhard Mantz, Juli 2008, Auszug aus dem Katalog zur Ausstellung)
Der letzte Mensch oder der erste Mensch auf dieser Welt – zwischen diesen beiden Perspektiven bewegen sich die neuen Bilder von Gerhard Mantz. Einige könnten der Blick des ersten Menschen auf die Erde sein in ihrem Urzustand mit Wasser und Himmel, ein Vogelflug zu einer Zeit, in der wir Menschen noch nicht existierten. Andere spiegeln den letzten Blick eines Ertrinkenden auf diese Welt, in der sich das Wasser bereits über ihm drohend und grau wie ein Bergmassif erhebt.
Sie alle erwecken einen Eindruck von der Erde als emotionale Landschaft, mächtig und
von erbarmungsloser Schönheit, weil ohne Raum für den Menschen – es gibt nur Wasser
oder Luft. Ein emotionales Spiel: so wünschen wir uns die Erde zu erleben - wissend, dass
wir aber an einem solchen Ort nicht überleben könnten.
Zentrales Motiv der neuen Ausstellung von Gerhard Mantz sind Darstellungen zu dem Thema Wasser und Wolken, er vertieft damit ein Thema, mit dem er sich bereits vor einigen Jahren beschäftigt hat. Deutlich ist bei den neuen Arbeiten eine Entwicklung zu sehen: sie sind noch freier, losgelöster in Bildaufbau und Farbgebung, so gibt es oft keinen Horizont, keine Linie, an der sich das Auge festhalten kann. Gerhard Mantz ist es gelungen, dem Thema Landschaft eine sehr zeitgenössische Position hinzu zu fügen. Seine Arbeiten sind geprägt von außergewöhnlicher emotionaler Dichte und kompositorischem Können. Die Bilder erinnern an das Werk deutscher Romantiker wie Caspar David Friedrich, brechen aber gleichzeitig mit dem Gefühl der Sehnsucht sowie der Gestaltung und Präsenz des Menschen in der Natur.
Die Szenarien, die Gerhard Mantz wiederum als großformatige Leinwanddrucke präsentiert, sind vollständig digital generiert. Neben den Bildern zeigen wir eine neue Animation, ebenfalls zu dem Thema Wolken.
Gerhard Mantz lebt und arbeitet in Berlin sowie New York. Er hat Bildende Kunst an der Kunstakademie in Karlsruhe studiert, zahlreiche Stipendien im In- und Ausland erhalten und viele Einzelausstellungen realisiert. Vor über 10 Jahren hat er sich vom skultpuralen Arbeiten an dreidimensionalen Objekten dem Medium des Computers zugewandt und arbeitet seit diesem Zeitpunkt digital. Er gehört international zu den etabliertesten Künstlern im Bereich der 3-D Animationen.
THE EARLY BEGINNINGS
Plotterzeichnungen von 1969 – 1990
Ausstellungsdauer: 31.5.-12.7.2008
Ausstellungseröffnung: Freitag, 30.5.2008, 19:00 – 21 Uhr
Vera Molnar, F
Preisträgerin des d.velop digital art award [ddaa]2005
SHE
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 14. März 19 – 21 Uhr
16. März – 17. Mai 2008
Margret Eicher, D
Tapisserien und Papierarbeiten

Margret Eicher ist eine auf
dem Kunstmarkt fest etablierte Größe. Ihre Tapisserien erfüllen einen
hohen inhaltlichen und ästhetischen Anspruch und sind von zeitloser
Schönheit. Durch die charakteristische Verbindung zwischen modernen
Inhalten, der digitalen Kreation der Arbeiten und der Verwendung
„historischer“ Medien als Endprodukte hat Margret Eicher eine sehr
eigene künstlerische Handschrift geschaffen.
Die Künstlerin
wurde in Viersen geboren. Sie studierte von 1973-79 an der Staatlichen
Kunst-akademie Düsseldorf und gewann diverse Stipendien und
Auszeichnungen. Sie lebt in Ladenburg.
Zahlreiche Ausstellungen in Museen und Galerie – hier eine Auswahl:
| 2007 | Mannheimer Kunstverein „Radically Constructive“ Kunsthalle Hamburg „Fish and Ships“ |
| 2006 |
[DAM]Berlin, erste Einzelausstellung in der Galerie; “Nothing is real” |
| 2004 |
Ludwig Forum Aachen „Double Wall Project“ |
| 2003 |
Museum for Art & Design, New York (Gruppenausstellung) |
| 2002 |
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt mak.frankfurt |
| 2001 |
Kunsthaus Dresden „Tussirecherche“ Staatsgalerie Stuttgart „Sehen Sie! Sehen Sie?“ |
| 2000 |
Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen |
| 1998 |
Podewil Berlin „Ruhe bitte!“ |
| 1996 |
Nassauischer Kunstverein Wiesbaden „Herrschende Muster“ Kunstverein Dortmund Museum Bochum |
| 1995 |
Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg |
BEYOND THE SCREEN
5. Februar - 8. März 2008
Ausstellungseröffnung: Samstag, den 2. Februar 18 Uhr - 20 Uhr.
Commonwealth, US, Leander Herzog, CH, Jared Tarbell, US, Theverymany, US,
Marius Watz, NO und Teilnehmer des Generator.x 2.0 workshop. In Kooperation mit club transmediale und Marius Watz.

Digital hergestellte Skulpturen scheinen von der Begrifflichkeit her ein Widerspruch zu sein, ist der Computer bisher vorwiegend ein Medium des zweidimensionalen Raums.
Die Ausstellung „Beyond the screen“ – über den Bildschirm hinaus – belehrt uns eines Besseren und zeigt überraschende Möglichkeiten auf: Skulpturen, die am Computer als dreidimensionale CAD-Dateien entworfen und mittels Lasertechnik durch einen digital fabricator als reale Objekte gefertigt werden. Diese Art von Technologie ermöglicht den Künstlern eine präzise materielle Umsetzung digital entworfener Gebilde hochkomplexer Art und Fragilität. Die verwendeten Materialien sind vielfältig: Kunststoffe, Pappe, Keramik, Gips etc., die Möglichkeiten der Technik weit: Fräsen, Aufbauen, Abtragen, Formen.
Der Workshop des Club transmediale ist dieser neuen, hochinteressanten Technologie gewidmet, die in der Industrie, in der Medizin und im Bereich Design bereits eingesetzt wird, um individuelle und präzise plastische Formen sowie Produkte zu entwickeln und auch im Bereich der digitalen Kunst ein großes Potential an Möglichkeiten für dreidimensionales Arbeiten eröffnet.
Die Ausstellung bietet dieser Kunstform ein Forum und präsentiert neben den Resultaten des Workshops für „Fabbing“ – digital fabrication – auch im Vorfeld angefertigte Arbeiten, die für dieses Gebiet repräsentativ sind und etablierte Positionen darstellen:
Arbeiten von Marius Watz, der den Workshop des Club Transmediale iniitiert und leitet, und sich intensiv mit den Möglichkeiten von Fabbing auseinander gesetzt hat. Der norwegische Künstler ist bekannt für seine farbfrohen, organisch wirkenden Softwarearbeiten und Prints sowie für großflächige Projektionen, und ist im Bereich Netart sehr aktiv. Eine Auftragsarbeit der norwegischen Regierung wurde über 2 Jahre auf deren Homepage gezeigt. 2005 gründete er eine Internetplattform für digitale Kunst und Design.
Die Designerstudios Commonwealth, New York, und Theverymany, Frankreich, nutzen Fabbing bereits im Alltagsgeschäft für kundenorientierte Designlösungen außerhalb der Massenproduktionen. Auch sie haben in diesem Bereich bereits Ausstellungsprojekte, z. B. in New York, realisiert. Unter den Teilnehmern des Workshops sind neben Architekten u. a. in der digitalen Kunst etablierte Künstler vertreten, wie z. B. Holger Lippmann, die neugierig sind auf die kreativen Möglichkeiten, die diese Technologie für die Zukunft bietet, und sich gerne auf ein Experiment einlassen. Die Ergebnisse können mit Spannung erwartet werden.











