MARGRET EICHER


   


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Die Künstlerin Margret Eicher, die vor allem für ihre großformatigen Tapisserien bekannt ist, schafft Arbeiten, die zeitgenössische Bildinhalte und traditionellen Medien kombinieren und miteinander in Dialog treten lassen.

In der Konstruktion ihrer Bildaussagen bedient sich die Künstlerin unterschiedlichster, thematischer Bereiche wie der Kunstgeschichte, aktuellem Tagesgeschehen, aber auch Lifestylemagazinen, Werbung und Science Fiction. Per Scanner werden Bildvorlagen digitalisiert und in aufwendiger Bearbeitung am Computer zu großformatigen Medien-Montagen miteinander verschmolzen. Die so entstandenen Motive werden dann in ebenfalls digitalen Web- und Drucktechniken in scheinbar traditionelle Bildformen wie Tapisserie, Gemälde oder Aquarell übertragen.

Durch die Kombination historischer und zeitgenössischer Bezüge, schaffen es die Arbeiten Margret Eichers die Wahrnehmungsgewohnheiten und Zuordnungen ihres Betrachters zu irritieren. Die Konnotation vertrauter Medien suggeriert zunächst Authentizität und verführt die Anwesenheit eines traditionell arbeitenden Künstlers anzunehmen. Bei genauerer Betrachtung eröffnet sich jedoch ihr konstruierter Charakter, es werden Motive vorgeführt, die unsere Informationsgesellschaft sowie den Umgang mit Bildmedien generell hinterfragen. Die Medienbilder, die den Veröffentlichungen von politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, den Portraits prominenter virtueller Persönlichkeiten, Science Fiction, Computerspielen oder auch historischen Gemälden entnommen sind, stehen nicht im erwarteten Kontext ihrer technischen Umsetzung. Und genau darin liegt der Kunstgriff von Margret Eicher, sie fordert ihr Publikum dazu auf, den eigenen Augen nicht zu trauen.