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Weitere Bilder "Ein wichtiger Teil meines Beitrages zur konkreten- und systematischen Kunst liegt in der radikalen Methode der Herstellung meiner Kunst. Durch das Verwenden eines Computers (seit 1968) und somit der Logik einer Programmiersprache, habe ich einen für mich überraschenden neuen Weg gefunden über meine Kunst nachzudenken. Der Computer wurde in det Tat, zu einer physischen und intellektuellen Ausdehnung meiner Selbst im Prozess der Herstellung meiner Kunst. Gewőhnlich schőpfen Bildende Künstler in ihren künstlerischen Vorhaben aus einem visuellen Verständniss der Dinge. Die Verwirklichung visueller Vorstellungen sind aus subjektiven und persőnlichen Vorlieben so begenzt, dass meist nur ungenaue und unvollständige Resultate entstehen. Das Programmieren hat den Vorteil, dass man nicht nur globale Zusammenhänge sondern auch die kleinsten Details eine Idee verstehen lernt. Meine Untersuchungen konzentrieren sich auf den logischen Inhalt einer Idee und auf das Herausarbeiten von Regeln die dann diese Idee wiederum beschreiben kőnnen. Prozess also, die als logische Konsequenz der komplexen und vielschichtigen Regeln, solche vom mir gesuchten Resultate hervor bringen. Diese Resultate, die jenseits aller Vorstellungskraft liegen, sind mit visuellen Erfindungen so beladen, dass die oben genannten psychologischen Limitationen praktisch verschwinden. Seit 1972 bauen alle meine Algorithmen (Regeln) auf der logischen Struktur des Würfels (Linien, Flächen und deren Relationen etc.), sowie seit 1976 auf dem N-dimenionalen Würfel, auf. Diese Struktur wurde zum Alphabeth meiner Arbeit. Ich verwende eine Reihe vom Methoden wie z.B. Kombinatorik oder Statistik etc., um Untergruppen, also Teile diese Strukturen aus zu wählen. Die Symmetrie einer Struktur wird dadurch gebrochen und neue visuell Konstellationen entstehen. Es ist dem Betrachter zwar nicht mőglich die vollständige Struktur zu entziffern, aber er wird eine starke visuelle Kraft vermerken, die sozusagen alles zusammenhält. Diese Kraft rührt vom logischen Aufbau der dahinter liegenden Struktur her. Wenn die Logik eines Prozesses (Programm) festgelegt ist, kőnnen Myriaden von Resultate entstehen. Obwohl sie visuell vollkommen verschieden und unvorherssehbar sind, sind alle Resultate in aesthetischer Hinsicht gleichwertig, da sie aus der gleichen Logik entstanden sind. Sie sind genau das, was Max Bense in seinen philosophischen Schriften als „Aesthetische Innovation“ bezeichnete. Es ist aber nicht das System oder die Logik die ich in meiner Arbeit aufzeigen mőchte, sondern die visuelle Erfindung die daraus entsteht. Meine künstlerische Absicht ist erreicht, wenn eine Arbeit sich visuell vom logischen Inhalt distanzieren kann und sich überzeugend als unabhängiges abstraktes Kunstwerk behauptet." Manfred Mohr, New York, 2004 |
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