GERHARD MANTZ


   
    
 
Weitere Bilder

"Für Gerhard Mantz erwuchs die Beschäftigung mit den 3D-Programmen aus seiner Bildhauerarbeit. Er versprach sich davon zunächst ausschließlich optimierte Entwürfe für die zu bauenden Skulpturen. Über die ersten Erfahrungen fand er jedoch mehr Gefallen an den virtuellen Ergebnissen, erlaubten sie ihm doch Konstruktionen, die als reale Objekte nicht mehr zu bauen waren, die aber in der bildmäßigen Fassung zu ungewöhnlichen Ergebnissen führten. Inzwischen hat die Arbeit an virtuellen Skulpturen das praktische Bildhauern überflügelt und zu den Objektdarstellungen kamen Landschaften, oder besser gesagt, landschaftsähnliche Bilder hinzu. Denn die in diesen Motiven angelegten Texturen stehen dem Landschafts- und Natursujet zwar sehr nahe, im definitiven Bildausdruck spürt der Betrachter aber die Veränderungen zu den Gräsern, Steinen und Naturformationen, die er kennt. (...)"  [Enno Kaufhold, 2001]

Gerhard Mantz generiert seine virtuellen Landschaften am Computer mittels eines 3-D-Modelling-Verfahrens. Ausgehend von Grundstrukturen verkleidet Mantz gebaute Körper und räumliche Situationen mit Landschaftsattributen. Die virtuellen Landschaften sind gekennzeichnet durch ein dynamisches Gleichgewicht zwischen vertrauten und verfremdeten Bildern. Es entsteht ein schwankendes Distanz-Nähe-Verhältnis, in dem der Betrachter angezogen und doch wieder zurückgewiesen wird.